ACHTSAMKEIT

Achtsam sein bedeutet, dem Leben ins Gesicht zu sehen. Die Aufmerksamkeit sowohl auf die schönen als auch die schwierigen Situationen zu richten und sich ihnen zu stellen, sie anzunehmen – in respektvoller, nicht sofort wertender Haltung. Ohne sich sofortigem Handlungsdruck auszusetzen.

Diese Form der Wahrnehmung kann dazu führen, Lebensumstände deutlicher zu erkennen. Vertiefte Einsicht in den gegenwärtigen Moment und die Besinnung auf hilfreiche Erfahrungen können in der Folge angemessene Entscheidungen und dementsprechendes Handeln ermöglichen.

Achtsamkeit ist keine Eigenschaft, die man erlangen muss. Die Fähigkeit achtsam zu sein ruht in jedem Menschen. Sie kann durch Übung (wieder) entdeckt, erweckt und kultiviert werden.

Achtsamkeit ist allerdings keine schnell erlernbare Technik zur Selbstoptimierung, die man nach Bedarf einsetzt, um glücklich zu werden.

Achtsamkeit ist vielmehr Ausdruck einer inneren Haltung, einer Art und Weise im Leben zu sein. Im Streben nach einer Balance von Mitgefühl für sich selbst und für die Welt, in der man lebt.

Sie bezieht sich auf jeden Moment des Daseins, nicht nur auf spezielle Situationen im Berufs- und/oder Privatleben.

Das Bemühen um Achtsamkeit ist eine lebenslange Übung.